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26.10.2006
Was steckt hinter den E-Nummern in Lebensmitteln?
Nicht alle Zusatzstoffe in Lebensmitteln sind gesundheitlich unbedenklich. Besonders Allergiker und Asthmatiker können gefährdet sein. Dabei verlieren Verbraucher schnell den Überblick, denn in der EU sind mehr als 300 Zusatzstoffe zugelassen. Sie verstärken den Geschmack von Fertiggerichten, machen Feinkostsalate haltbar oder färben Limonaden. Die Zusatzstoffe müssen mit ihrem Namen oder ihrer E-Nummer in der Zutatenliste genannt sein. Wer wissen möchte, was hinter diesen Bezeichnungen steckt, kann sich bei den Ernährungsexperten der Verbraucherzentrale Bayern unter Telefon 01805/829232 (12 Cent/Minute) informieren. Eine praktische Entscheidungshilfe beim Einkauf bietet der Ratgeber «Was bedeuten die E-Nummern?». Das Heft verrät, bei welchen Zusatzstoffen Zurückhaltung geboten ist und welche bedenkenlos verzehrt werden können. Der Ratgeber kostet 4,90 Euro zuzüglich 2,50 Euro Porto und ist zu bestellen unter Tel.: 0180/5001433 (12 Cent/Minute).
 
21.09.2006
Osteoporose - die Irrtümer und ihre Folgen
Bei Osteoporose, auch Knochenschwund genannt, baut sich im Körper kontinuierlich mehr Knochensubstanz ab, als aufgebaut wird - ohne dass die Betroffenen dies zunächst bemerken. Dadurch wird der Knochen mit der Zeit porös und das Risiko für Knochenbrüche steigt stark an.

Bei der Entstehung spielen vor allem die drei Faktoren Alter, Geschlecht und Vererbung eine wichtige Rolle. Bewegungsmangel, Alkohol, Nikotin und Koffein, Ernährungsfehler sowie Östrogenmangel begünstigen die Krankheit zusätzlich. Frauen haben ein höheres Risiko, an Osteoporose zu erkranken als Männer, vor allem mit Eintritt der Menopause.

Doch vorbeugen kann jeder: Viel Bewegung, eine kalziumreiche Ernährung, zum Beispiel mit Milchprodukten und grünem Gemüse wie Grünkohl, sowie Vitamin D, das über die Sonne aufgenommen werden kann, sind der beste Schutz vor Osteoporose. Aber Vorsicht: Wer bereits Osteoporose hat, bei dem reicht das nicht aus. Dann müssen Medikamente eingenommen werden, zum Beispiel Bisphosphonate, die die Knochen abbauenden Zellen hemmen und sehr wirksam sind.

1. "Osteoporose tut nicht weh."

Falsch! Osteoporosepatienten haben unvorstellbare Schmerzen. Denn: Selbst die einfachsten Tätigkeiten im Haushalt werden zur Qual. Damit der Alltag wieder gemeistert werden kann, sind für die Osteoporosepatienten daher eine wirkungsvolle Schmerztherapie, eine systematische Rehabilitationsbehandlung und ein konsequenter Knochenaufbau unerlässlich.

2. "Bloß nicht bewegen, sonst brechen die Knochen."

Falsch! Regelmäßige Bewegung trägt dazu bei, dass die Knochen stark bleiben. Chronischer Bewegungsmangel hingegen steht in einem großen Zusammenhang mit der Entstehung der meisten Osteoporosefälle. Deshalb sind Sport und Gymnastik gerade für Osteoporosebetroffene ein absolutes Muss. Doch Vorsicht: Sich bewegen reicht alleine nicht aus, um Osteoporose zu bekämpfen. Stoppen lässt sich die Krankheit nur durch wirksame Medikamente wie zum Beispiel ein Bisphosphonat mit dem Wirkstoff Alendronat.

3. "Dicke Frauen haben geplagte Knochen!"

Nicht ganz richtig! Im Gegensatz zu untergewichtigen Frauen bleiben Übergewichtige häufig von Osteoporose verschont. Sie werden durch eine höhere Östrogenproduktion in den Fettzellen vor der Erkrankung geschützt. Frauen unterhalb des Normalgewichts haben hingegen ein höheres Risiko für Knochenfrakturen. Dies zeigen zahlreiche große Studien zur Osteoporose. Trotzdem ist Übergewicht natürlich keine Lösung - vor allem nicht bei einer bestehenden Osteoporose: Jedes Gramm zuviel stellt hier eine gefährliche Zusatzbelastung für die Wirbelsäule und die Knochen dar.

4. "Männer kriegen keine Osteoporose."

Falsch! Osteoporose ist keine reine Frauenkrankheit. Männer können ebenfalls Knochenschwund bekommen. In Deutschland ist sogar jeder fünfte über 50 Jahre betroffen. Der Grund: Auch Männer müssen bei steigendem Alter mit einem sinkenden Hormonspiegel rechnen, der sich nachteilig auf die Knochenstruktur auswirkt. Trotzdem wird das Risiko für Knochenschwund bei Männern erheblich unterschätzt und das Angebot an modernen Medikamenten zur Behandlung der männlichen Osteoporose ist entsprechend begrenzt. Zurzeit ist dafür in Deutschland nur der Wirkstoff Alendronat zugelassen.

5. "Osteoporose muss erst nach dem ersten Knochenbruch behandelt werden."

Ganz falsch! Schon der erste Bruch kann für die Betroffenen schlimme Folgen haben und im Falle eines Oberschenkelhalsbruches sogar zum Tode führen. Deshalb sollten besonders Betroffene mit erhöhtem Osteoporoserisiko - das sind vor allem untergewichtige Frauen nach der Menopause - rechtzeitig zum Arzt gehen und eine Knochendichtemessung machen lassen.

6. "Ein Glas Milch am Tag reicht als Therapie."

Falsch! Milch enthält zwar viel Kalzium - ein wichtiger Knochenbestandteil, der gerade bei Osteoporosekranken ausreichend in der Nahrung enthalten sein sollte. Doch bei einer diagnostizierten Osteoporose kann das alleine nicht viel gegen die Krankheit ausrichten. Für eine erfolgreiche Therapie ist zum Beispiel der Einsatz von bequem einmal wöchentlich einzunehmenden Bisphosphonaten geeignet. Sie hemmen die Knochen abbauenden Zellen und regen den Knochenaufbau an. Dadurch sinkt das Risiko eines Knochenbruches bereits nach einem Jahr Therapie um über die Hälfte und auch die Schmerzen der Betroffenen lassen deutlich nach.

7. "Osteoporose ist reine Vererbungssache."

Ein verbreiteter Irrtum! Die genetische Veranlagung spielt bei Osteoporose zwar eine Rolle, aber sie ist nur einer von vielen Faktoren. Großen Einfluss haben zum Beispiel auch die Lebensgewohnheiten. Starke Raucher, die über 20 Jahre mehr als 20 Zigaretten täglich geraucht haben, müssen mit einem deutlich erhöhten Osteoporoserisiko rechnen. Rauchen führt zu Durchblutungsstörungen, und das schädigt den Knochen. Eine weitere Risikogruppe: Kaffeetrinker, die regelmäßig drei bis vier Tassen am Tag zu sich nehmen. Sie scheiden verstärkt Wasser aus und damit gleichzeitig auch viel wertvolles Kalzium.
 
31.07.2006
Das neue MEDmobil ist im Einsatz
Der VESUV e.V. bingt ab sofort sein neues MEDmobil mit seiner neuen und fortschrittlichen Ausstattung zum Einsatz.

Das MEDmobil ist ein rollendes Diagnosezentrum. Sein Ärzteteam führt bundesweit Untersuchungen zur Früherkennung und Vorbeugung von arbeitsplatzbedingten Erkrankungen durch.

Weitere Informationen zur Einsatzmöglichkeit und zum Leistungsspektrum können Sie unter unserem Link "MEDmobil" erhalten.

In Kürze werden auch die Fotos des neuen MEDmobil zu sehen sein.
 
19.06.2006
Tag des Cholesterins – 30. Juni 2006
Der bundesweite "Tag des Cholesterins" wird von der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung vonFettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e. V. initiiert. Ziel ist die Aufklärung der Bevölkerung über die Gefahren erhöhter LDL-Cholesterinkonzentrationen im Blut sowie über weitere Risikofaktoren für das Herz-Kreislauf- System.

Die Bedeutung des Cholesterins:

Laut statistischen Ergebnissen ist nahezu jeder 2. Todesfall auf eine Erkrankung des Kreislaufssystems zurückzuführen. Ein erhöhter Cholesterinwert gilt neben Diabetes, Rauchen, Bluthochdruck, Bewegungsmangel und Übergewicht als ein Risikofaktor. Dieser kann genetisch bedingt oder durch falsche Ernährung entstanden sein.

Was ist Cholesterin?

Cholesterin - der Name stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt ‚Galle' (griech. Chole) und ‚fest' (griech. Stereos) - gehört zu den Grundsubstanzen des menschlichen Organismus und ist Bestandteil aller menschlichen Gewebe. Cholesterin ist eine schlecht wasserlösliche Substanz. Der Körper muss daher einen Weg finden, die Fette im Blut zu transportieren. Dies geschieht durch Lipoproteine. Sie bestehen aus Fett (Lipid) und Eiweiß (Apoprotein) und transportieren das Cholesterin über die Blutgefäße zu den Körperzellen. Lipoproteine gibt es mit niedriger (LDL) und hoher (HDL) Dichte.)

LDL-Cholesterin: der ‚böse' Cholesterintransport:
LDL (engl. Low Density Lipoprotein) bringt Cholesterin zu den verschiedenen Organen des Körpers, wo es über spezielle Aufnahmestellen, den so genannten Rezeptoren, in die Zellen eingeschleust wird. Ist das Cholesterinangebot größer als die Aufnahmekapazität der Zelle, gibt LDL Cholesterin im Blut ab, wo es sich in den Gefäßwänden ablagert. Dadurch verengen sich mit der Zeit die Blutgefäße. Die Ablagerungen – so genannte Plaques - können sich jedoch irgendwann loslösen und ‚platzen'. Die Folge: Eine örtliche Thrombose. Beide Veränderungen, die Einengung und das ‚Platzen' der Ablagerungen können zum Herzinfarkt und Schlaganfall führen. Deshalb sollte der LDL-Cholesterinwert im Blut möglichst niedrig sein.

HDL-Cholesterin: der ‚gute' Cholesterintransport:
HDLs (engl. High Density Lipoprotein) sind dagegen nützliche Cholesterintransportformen. Sie nehmen überschüssiges Cholesterin aus den Körperzellen und dem Blut auf und bringen es zur Leber zurück. HDL kann auch bereits an den Gefäßwänden gebundenes Cholesterin wieder herauslösen. Es leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur Verhinderung der Gefäßverkalkung. Daher gilt: Je mehr HDL, desto besser.

Behandeln Sie das Risiko, nicht nur den Cholesterinwert!
Bei der Frage, ob eine Cholesterin senkende Behandlung z. B. mit so genannten Statinen notwendig ist, war bislang vor allem die Höhe des Cholesterinwertes entscheidend. Statine werden als Dauertherapie zur Senkung der Blutfette - wie erhöhtem Cholesterinspiegel - eingesetzt, falls Diät und andere Maßnahmen nicht greifen. Doch nicht immer ist nur ein erhöhter Cholesterinwert die Ursache für Herzinfarkte oder Schlaganfälle. Weitere Risikofaktoren sind u.a. Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen und Übergewicht.

Bestimmung des Cholesterinwertes - Machen Sie sich schlau!

Der Cholesterinwert wird durch eine einfache Blutentnahme (Nüchternwert) bestimmt. Einmalig erhöhte Werte sagen noch nicht viel aus. Vielmehr sollte in einem solchen Fall der Test wiederholt und die Untereinheiten HDL (Cholesterin hoher Dichte) und LDL (Cholesterin niedriger Dichte) bestimmt werden. Außerdem werden noch die Triglyceride (Neutralfette) bestimmt. Erhöhte Triglyceridwerte wirken auch an der Entstehung einer Gefäßverkalkung mit. Testen Sie Ihren Cholesterinwert regelmäßig!

Entsprechendes Informationsmaterial können Sie gegen eine geringe Unkostengebühr bei

DGFF (Lipid-Liga) e.V.
Waldklausenweg 20
81377 München
www.lipig-liga.de

Telefon: (089) 7191001
Telefax: (089) 7142687
E-Mail: Info@Lipid-Liga.de
anfordern.
 
02.06.2006
Gefahr durch Zeckenbisse steigt weiter an!
Gefahr durch Zeckenbisse steigt weiter an! Wie kann ich mich vor einem Zeckenbiss schützen?

Das Erkrankungsrisiko durch Zeckenbisse steigt in Deutschland weiterhin an! Zecken können Erreger der Hirnhautentzündung FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und der weniger gefährlichen Borreliose in sich tragen! In den vergangenen zehn Jahren ist die Quo-te der Zecken, die das FSME-Virus in sich tragen, darüber hinaus von 0,02 Prozent auf 2 Prozent gestiegen. Die Zahl der Infektionen bei Menschen sei im vergangenen Jahr deutlich angestiegen, wie Zahlen des Robert-Koch-Instituts zeigten. Zehn Prozent der Infizierten ent-wickelten schwere Krankheitssymptome wie irreversible Hirnschäden.

Zecken sind vom Frühjahr bis in den Spätherbst aktiv. Beißen sie zu, können Krankheitser-reger in die Blutbahn des Wirtes gelangen. Den Stich selbst merkt man meist nicht, da die Zecke eine betäubende Substanz absondert. Um sich vor den durch Zecken übertragenen Krankheiten FSME und Borreliose zu schützen, sollte man Zeckenbisse möglichst meiden. Nicht immer ist das möglich, wer aber einige Regeln beachtet, kann das Risiko auf jeden Fall verringern:

• Tragen Sie bei Wanderungen, die durch Gebüsch, hohes Gras oder Unterholz führen sowie beim Beerensammeln im Wald möglichst geschlossene, helle Bekleidung, die auch Arme und Beine bedeckt und geschlossene Schuhe. Auf der hellen Kleidung lassen sich die dunklen Zecken schon erkennen, bevor sie sich festgesaugt haben.

• Abschreckende Wirkung auf die kleinen Insekten können auch spezielle Zecken-schutzmittel haben.

• Setzen Sie sich nicht ungeschützt auf den Boden, sondern benutzen Sie immer eine ausreichend große Unterlage.

• Nach allen Aktivitäten im Freien sollten Sie sich gründlich duschen. Wenn sich die Zecke noch nicht festgesaugt hat, wird sie dadurch abgewaschen.

• Kontrollieren Sie Ihre Haut auf Zecken! Streichen Sie mit den Fingern über die Haut: festgesetzte Zecken fühlen sich dann an wie ein kleiner Pickel oder wie ein Stück Schorf. Kontrollieren Sie auch unter den Armen, zwischen den Beinen, den Nabel, Hals, den behaarten Kopf und die Ohren.

• Viele «Geheimtipps» wie das Abbrennen der Parasiten oder das Drauftröpfeln von Öl schaden aber oftmals mehr als sie nützen. Auch das Quetschen der Zecke kann schädlich sein. Als beste Entfernungsmethode raten Experten dazu, die Zecke vor-sichtig mit einer feinen Pinzette heraus zu ziehen. Im Zweifelsfall sollte ein Arzt auf-gesucht werden.

Schutz vor Borreliose: In Deutschland gibt es jährlich rund 100 00 Borreliose-Infektionen. Zwar schafft es das Im-munsystem in 90 Prozent der Fälle, die Krankheit abzuwenden. Bei zehn Prozent tritt jedoch die zweite Phase ein, die Gliederschmerzen und Lähmungserscheinungen mit sich bringt. Davon treten wiederum zehn Prozent in die dritte Krankheitsphase ein, die für die Opfer e-benfalls starke Hirnschäden bedeuten.

Borreliose muss schnell behandelt werden. Wenn bis zu acht Wochen nach dem Zeckenbiss ein Antibiotikum verabreicht würde, bestehen sehr gute Heilungschancen. Derzeit ist in Europa im Gegensatz zur USA noch keine Impfung gegen die Borreliose zugelassen, Forscher arbeiten jedoch an der Entwicklung eines Impfserums. Die wichtigste Prä-ventionsmöglichkeit ist deshalb die Vermeidung des Zeckenbisses bzw. das frühzeitige Entdecken und Entfernen des Parasiten.

Schutz vor FSME: Den besten Schutz vor einer FSME-Infektion bietet die Impfung. Seit kurzem ist auch ein Impfstoff auf dem Markt der für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr eingesetzt werden kann. In der Regel sind drei Impfungen notwendig, um den vollen Impfschutz zu erreichen.

Die zweite Impfung wird etwa 4 Wochen nach der ersten, die dritte Impfung ein Jahr nach der ersten Impfung durchgeführt. Der Impfschutz hält dann mindestens für 3 Jahre.

Nach vollständig durchgeführter Impfung kann bei 99 Prozent der Geimpften mit einem vollständigen Schutz vor FSME gerechnet werden. Bereits nach zwei Impfungen besteht bei 90 Prozent ein Schutz, der allerdings nur etwa ein Jahr anhält.
 
01.06.2006
VESUV e.V. jetzt mit neuer Website
Pünktlich zum 1. Juni 2006 hat der VESUV e.V. seine neue Website gestartet. Der alte Internet-Auftritt wurde zu diesem Zweck komplett überarbeitet.

"Wir möchten unseren Nutzern künftig eine noch zeitgemäßere Gestaltung anbieten", kommentiert Petra Lüttschwager vom VESUV e.V., "auch die Nutzerführung haben wir optimiert".

Mit zahlreichen Info-Tipps und vielfältigen Download-Möglichkeiten will der VESUV e.V. auch weiterhin interessierte Menschen bei der Gründung von Selbsthilfegruppen unterstützen.
 
01.06.2006
Diabetes bei Kindern nimmt zu
Diabetes mellitus ist weltweit auf dem Vormarsch. Die steigenden Zahlen der Typ-2-Neuerkrankungen und die Hochrechnungen zu einer wahren Diabetesepidemie in den nächsten Jahren sind alarmierend. Besonders Kinder sind immer häufiger betroffen, insbesondere wenn sie an Übergewicht und Bewegungsmangel leiden.

In der Öffentlichkeit werden dabei meist die Kinder vergessen, deren Ursache für Diabetes keineswegs Übergewicht ist: Kinder mit Typ-1-Diabetes. Experten auf der 41. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft in Leipzig sprechen von einer zunehmenden Tendenz. Kinder bekommen diese Autoimmunkrankheit immer früher im Leben, im Alter zwischen 2 und 4 Jahren. Hierbei werden die Insulinproduzierenden Zellen zerstört. Die Kinder benötigen täglich mehrere Insulininjektionen, hinzu kommt eine komplette Umstellung der Ernährung und psychische Probleme können auftreten.

In Deutschland gibt es z.Z. ca. 25.000 solcher Fälle, jeden Tag kommen drei bis vier Neuerkrankte hinzu. Zusammen genommen mit den Kindern mit Typ–2-Diabetes hat sich die Zahl der Erkrankten in den letzten zehn Jahren verdoppelt.

Die Stiftung „Dianino“ möchte den erkrankten Kindern und Jugendlichen sowie Eltern und Freunden konkrete Lebenshilfe und Unterstützung bieten. Besonderes Anliegen ist soziale Integration der erkrankten Kinder und Jugendlichen, um ihnen so eine sorgenfreie Kindheit und Jugend trotz Diabetes zu ermöglichen. Die Stiftung „Dianino“ hat Ende 2004 das Projekt „Diabetes-Nanni“ ins Leben gerufen. Die Diabetes-Expertinnen helfen den betroffenen Familien insbesondere in der Anfangszeit bei der Bewältigung ihres schweren Alltags. Leider sind sie aus finanziellen Gründen derzeit nur in Baden Württemberg und Nordrhein-Westfalen tätig.

Nähere Informationen finden Sie bei: www.stiftung-dianino.de E-Mail: info@stiftung-dianino.de Fax: 07541-6040060